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Franz Pils

Ihr Partner für Funktionierendes

Denkbare Fragen & meine Antworten

Denkbare Fragen...

Kundenliste, Akquise:
"Wie kam es zur jahrelangen Zusammenarbeit mit Weltfirmen wie GE Medical Systems?"

Maßstab:
"Woran wollen Sie gemessen werden, in einem Satz gesagt?"

Funktionieren:
"Seit wann können Texte 'funktionieren'?"

Selbsteinschätzung:
"Welche Aufgaben lösen Sie besonders gut?"

Können kombinieren:
"Für Technische Dokumentationen suchen wir Dipl.-Ingenieure, die super schreiben können."

Prägung:
"Was prägt Sie als Texter / Redakteur, welche Erfahrungen haben Sie anderen voraus?"

Devise:
"Kann es ein 'Dokumentieren nach der Dialogmethode' geben?"

Seitengestaltung:
"Wie schaffen Sie Übersichtlichkeit, möglichst "auf den ersten Blick"?

Normen:
"Beachten Sie auch Normen, etwa zur Lesbarkeit"?

Berufserfolg:
"Was war Ihr größter Erfolg als Dialogmarketing-Texter?"

Weiterentwicklung:
"Was führt einen Werbetexter zum Technischen Redakteur?"

Preise:
"Wie berechnen Sie?"

... und hier meine Antworten

Kundenliste, Akquise:
"Wie kam es zur jahrelangen Zusammenarbeit mit Weltfirmen wie GE Medical Systems?"

"Über Probetexte! Obwohl ich weder Medizin, Medizintechnik oder Anglistik studiert habe, lieferte ich zwischen 1985 und 1991 rund 20 Broschürenadaptionen – plus Mailings – für bildgebende Diagnostiksysteme (CT, MRT, Ultraschallbild). Diese Diagnostik-Innovationen befanden sich damals in der Markteinführung. Medizinern und Managern sollten die Vorteile computer-gestützter Bilderfassung und -bearbeitung nahegebracht werden – freilich ohne Computerchinesisch. Den Ingenieur und GE-Vertriebsdirektor P. Stodden interessierte nicht meine Ausbildung, sondern zunächst nur eine brauchbare deutsche Anzeigentextfassung für ein CT-System. Nach unserer Textbesprechung fragte er mich, ob ich dauerhaft für GE arbeiten wolle. Schon ca. 13 Agenturen ausprobiert, aber bei mir habe er ein gutes Gefühl.
Auch Samsung Electronics überzeugte ich per Probetext: Für deren ISDN-Telefonanlage brachte ich 0,0 Telefonwissen mit. Nach wochenlang vergeblichem "Anklopfen" regte ich meine zögerlichen Gesprächspartner an, einfach ein paar Seiten aus der englischen Altdokumentation herauszureißen. Mit Unterstützung eines "eingekauften", gerade arbeitslos gewordenen Telefonfachmanns lieferte ich eine deutsche Textfassung. Wenige Tage später folgte der Auftrag für ein erstes Benutzerhandbuch. Daraus resultierte eine 550-seitige Dokumentation in sechs Teilen, realisiert bis zur Drucküberwachung bzw. pdf-Datei.
Auch ifs (RWE), ein Systemhaus für Energieversorgungsunternehmen: Der Vertriebsmitarbeiter forderte einen fünfseitigen Probetext für die später 260 Seiten umfassende Produktbeschreibung eines Planungs- und Rechnungssystems.
Auch meine allererste Texter-Anstellung in einem Buchclub-Verlag verdanke ich einem Probetext.
Auch meine allererste Agenturanstellung startete über einen Probetext.
Leider wird der Maßstab "Probetext" von Auftraggebern kaum noch genutzt. Heute fehlt es wohl an Leuten, die urteilsfähig sind und einen guten Text von einem schlechten Text unterscheiden können.

Kurz: Probetexte waren für mich ein erfolgreiches Akquise-Werkzeug, für qualitätsbewusste Auftraggeber eine denkbar gute Entscheidungshilfe. "


Maßstab:
"Woran wollen Sie gemessen werden, in einem Satz gesagt?"

"Mich beurteilen Sie am besten am Ergebnis und den Referenzen zufriedener Kunden. Welche Referenzen darf ich Ihnen vorlegen?
Auch Sie will ich so zufriedenstellen, dass Sie mir ebenfalls gerne eine schöne Referenz ausstellen. "


Funktionieren:
"Seit wann können Texte 'funktionieren'?"

"Texte, besonders für IT-Aufgaben, gestalte ich als Mittel für einen bestimmten Zweck.
Da ist die Bedieneranleitung: Der Zweck des Textes kann nicht allein im Beschreiben der Funktionen bestehen. Er sollte bediener-orientiert fungieren – als verständliche, wirksame Unterstützung für verschiedenste Arbeitsabläufe. Für ein Betriebshandbuch ist der Zweck ein anderer: er besteht im Herstellen von Übersicht, im Darstellen von Zusammenhängen.

Kurz: "Funktionierende Texte" sind das Gegenteil zu 'runtergeschriebenen Texten. "


Selbsteinschätzung:
"Welche Aufgaben lösen Sie besonders gut?"

" 1. Besonders gerne löse ich Aufgaben, wo eigentlich keiner mit einem gut lesbaren und übersichtlichen Ergebnis rechnet, weil es ja sooo kompliziert ist!
2. Ich bin ein guter Umsetzer von Expertenwissen in kundenbezogene, brauchbare Informationen. Ich habe die Hartnäckigkeit, aus Fachleuten das weiterhelfende Wissen herauszufragen und dazu auch die Fähigkeit, das Erfragte in übersichtliche Seiten umzusetzen. Freilich in der jeweils erforderlichen Detailtiefe, mit den richtig gesetzten Prioritäten. Es macht mir Spaß, zu zeigen, wie fast undurchschaubar Kompliziertes sich "entzaubern" lässt und umsetzbar ist in nützliche Informationen. Diese "herunterbrechende", das Wesentliche herausarbeitende Informationsgestaltung gelingt mir auch mit Illustrationen. Am Ende steht oft eine lediglich mit Word erstellte Zeichnung. "


Können, kombinieren:
"Für Technische Dokumentationen suchen wir Dipl.-Ingenieure, die gut schreiben können."

"Auf diese Idee muss einer erst kommen (vielleicht einem Personalexperten?), einfach nach Ingenieuren zu suchen, die zeitgleich mit jahrelangem Studium sich nebenbei in Redaktionen und Werbeagenturen zu leicht lesbaren, dazu noch kunden-orientierten Schreibern entwickelt haben. Meines Wissens werden diese einzigartigen Fachleute erst gebacken. Einstweilen verfahren Sie am besten nach dem bewährten Rezept des ergänzenden Kombinierens: Setzen Sie Wissensträger und Schreib-Könner zusammen, an einen Tisch. Synergie..."


Prägung:
"Was prägt Sie als Texter / Redakteur, welche Erfahrungen haben Sie anderen voraus?"

"Ich lernte schreiben in der "Branche des schriftlichen Verkaufens". Hier haben Texte immer das eine Ziel: eine Kaufentscheidung. Dieses zielorientierte Schreiben beinhaltet mehr als das Beschreiben von Produkten. Der Text entwickelt sich wie in einem Dialog mit skeptischen Kunden. Ich muss mir immer wieder die Kontrollfrage stellen, ob der Leser jetzt noch versteht, ob er jetzt eine Frage haben könnte, ob....?
Zielorientiertes Schreiben bewährt sich auch für Dokumentation und Benutzeranleitung. Beispiele für solche Ziele: Der IT-Fachmann soll Systemzusammenhänge erkennen, der Software-Anwender soll bestimmte Arbeitsabläufe verstehen und einhalten.
Kurz: Die lückenlose Beschreibung einer Funktionalität ist noch nicht das ganze Kapitel. Ich will auch sagen können: "Ja, der Leser beherrscht diesen Arbeitsablauf, ich habe an alles gedacht, er kann jetzt keinen Fehler mehr machen.". Sollte von diesem Text noch die Kaufentscheidung abhängen, ist der Kunde spätestens jetzt überzeugt!
"Ja, wenn der Kunde das nicht weiß, das muss er doch wissen...", mit diesem Seufzerspruch entschuldigen sich schreibende Experten-Fachredakteure gerne, wenn sie auf Ergänzungen verzichten, die für den Anwender eigentlich sehr hilfreich sein könnten. Wie ich dann vorgehe? Vielleicht... baue ich eine Fußnote ein. Oder... ich plane im Anhang ein Zusatzkapitel ein.

Ich bin von Anfang an überzeugt, auch für DIESES Produkt oder JENES System ganz einfache Sätze bauen zu können, auf übersichtlichen Seiten."


Devise:
"Kann es ein 'Dokumentieren nach Dialogmethode' geben?"

"Ja: Dem Leser ist nicht optimal geholfen mit lückenlosem Punkt-für-Punkt-Beschreiben der Funktionalität. Selbstverständlich erfasst auch meine Dokumentation lückenlos und komplett. Aber ich suche auch nach dem "roten Faden", nach der Priorität der Fakten und Funktionalität. Ein Beispiel: Für die Dokumentation der betriebsspezifisch konfigurierten IT-Systeme eines großen Unternehmens konnte ich erst dann so richtig loslegen, als ich mir den Informationsbedarf 'meines Lesers' bildhaft, situationsnah vorstellen konnte: Als Urlaubsaushilfe tritt der IT-Fachmann seinen Dienst an, von niemandem eingewiesen – was muss er zuerst wissen? Wo soll er zuerst prüfen? Mit dieser Art Dialogmethode konnte ich jedem Detail die richtige Priorität zuweisen."


Seitengestaltung:
"Wie schaffen Sie Übersichtlichkeit, eine 'auf den ersten Blick'?"

"Übersichtlichkeit ist eine Voraussetzung für schnelles und selektives Lesen. Hierfür verwende ich fast immer Marginalien (Randzeilen) und viele Zwischenüberschriften. Ein weiteres Detail sind absatzeinleitende Stichworte. Für "meine Leser" vermeide ich somit den Zwang zum Viellesen, sie finden schnell die gesuchte Information."


Normen:
"Beachten Sie auch Normen, etwa zur Lesbarkeit?"

"Als Mitglied der tekom (Technische Kommunikation e.V.) halte ich mich auf dem Laufenden auch über Normen (z.B. VDE-Norm DIN EN 62079 "Erstellen von Anleitungen – Gliederung, Inhalt und Darstellung").
Anzahl Zeichen je Zeile: Vielleicht sind auch Ihnen Lesbarkeitsuntersuchungen bekannt, wonach 55 bis 65 Zeichen je Zeile für gute Lesbarkeit stehen. Auch 70 bis 75 Zeichen je Zeile sind m. E. noch gut lesbar. Die genannten Messwerte lassen sich leider nicht für jedes Schriftstück anwenden. Auch hier auf dieser Website werden die Idealzahlen überschritten. (Mit dem Link "Schrift größer" können Sie für meine Website die Anzahl Zeichen je Zeile stufenweise verringern.)
Für die Layouts umfangreicherer Werke sollten die genannten Obergrenzen für die Anzahl Zeichen je Zeile im Blick behalten werden. Häufig aber werden für DIN-A4-Seiten die Zeilen seitenbreit angelegt, mit 2 cm Rand links und rechts. Das bedeutet 100 bis 150 Zeichen je Zeile, das Doppelte vom Erlaubten! Hier leidet die Lesbarkeit und damit die Nutzbarkeit des ganzen Informationswerkes.
Schriftgröße: Die VDE-Norm fordert mindestens 9 Punkt.
Zeilenabstand: Die VDE-Norm bestimmt als minimalen Zeilenabstand 120%. Für eine 10-Punkt-Schrift sollte als Zeilenabstand also mindestens 12 Punkt eingestellt sein. Ich wähle häufig eine 10-Punkt-Schrift mit 130% Zeilenabstand."


Berufserfolg:
"Was war Ihr größter Erfolg als Dialogmarketing-Texter?"

"Mein bestes Mailing-Ergebnis für ein US-Unternehmen waren 12% Response eines Ultraschall-Mailings an Fachärzte (gekaufte Adressen). Dieses Mailing betreute ich komplett: Vom Vorgespräch mit dem Vertriebsleiter bis zur Postauflieferung."


Weiterentwicklung:
"Was führt einen Werbetexter zum Technischen Redakteur?"

"Broschüren-, Mailing- und Website-Textaufgaben übernehme ich übrigens immer noch gerne, jedoch nur in direkter Zusammenarbeit mit dem beauftragenden Unternehmer, nicht innerhalb einer Agentur. (Das Agenturprinzip, das den Kundenberater zwischen Agenturkunde und Texter platziert, ist für die Textqualität eher hinderlich.)
Als Technischer Texter / Redakteur darf ich mich auf das Verständlichmachen und Erklären konzentrieren. Eine neue Aufgabe ist für mich stets eine Art Abenteuer. Hier absolviere ich einen Lernprozess. Zunächst Undurchschaubares "offenbart" sich nach einiger Zeit in seinem Wesentlichen. Häufig beschränkt sich das Spezifische eines neuen Produktes auf wenige Sachverhalte. Habe ich dieses Spezifische einmal begriffen, ist der Rest fast Routine und dann leicht darzustellen. Aus meinen Lernprozessen ziehe ich Schlüsse, wie ich den Zugang zum Schwierigen eröffnen kann.
Meine Referenzen zeigen, dass ich diese Abenteuer erfolgreich bestehe."


Preise:
"Wie berechnen Sie?"

"Bewährt haben sich Gesamtpreise je Werk oder Seitenpreise, freilich mit prozentualen oder absoluten Einzelposten. Auch Kombinationen mit Fixkosten sind praktikabel. Die jeweiligen Preise verhandle ich individuell, abhängig vom Vorlagenmaterial. Entscheidend ist, dass es für meine Kunden keine Kostenüberraschungen geben soll.
Für Überarbeitungsaufgaben sind Stundensätze anwendbar, besonders für Bearbeitungen vor Ort. "


Franz Pils

Partner für Funktionierendes
Kleinschmidtstraße 7
60431 Frankfurt
Ruf ( 0 69 ) 51 43 44
Fax ( 0 69 ) 51 48 42
f-p-w@t-online.de